Eigenblut stoppt Haarausfall

Volle Haarpracht steht  in unserem Kulturkreis für  Gesundheit,  Jugendlichkeit, Vitalität, Männlichkeit, Fruchtbarkeit, Schönheit, Attraktivität. Ein mitteleuropäischer Mensch hat zwischen 90.000 und 150.000 Haare am Kopf, Blonde bis 150.000, Dunkelhaarige bis 100.000, Rothaarige bis 90.000. Der Zyklus eines Haares dauert in etwa  2 bis 6 Jahre, wobei sich  80 bis 90 % in der Wachstumsphase befinden, 1 bis 2 % im kurzfristigen Übergangsstadium und 10 bis 20 % in der Ruhephase. Die letzte Phase dauert ca 2 bis 4 Monate, anschließend fallen die Haare aus und werden durch neue ersetzt. So kann ein Haarfollikel  bis zu 30 Zyklen durchlaufen, wobei  es individuell unterschiedlich schnell wächst. Man kann davon ausgehen, dass das Haar durchschnittlich 1 cm pro Monat an Länge zunimmt.


Im mitteleuropäischen Raum leiden etwa 80 % der Männer an Haarausfall sobald sie das Erwachsenenalter erreicht haben. Das  typische Ausmaß reicht dabei von Geheimratsecken über Tonsur bis zur Vollglatze und ist durch männliche Sexualhormone  erblich bedingt. Bei  Frauen sprechen wir vor allem von diffusem  oder kreisrundem Ausfall, wobei  etwa 40 % im Alter zwischen 30 und 70 Jahren betroffen sind. Unterschiedliche Faktoren wie zum Beispiel hormonelle  Umstellungsphasen (Schwangerschaft, Wechsel), Entzündungen, strenge einseitige Diäten, Haarfärbemittel, Krankheiten,  Unterversorgung mit Mikronährstoffen und vieles mehr können die Ursache sein.


All diese Faktoren können zu einer Unterversorgung der Haarwurzel mit Sauerstoff, Eiweiß und Mikronährstoffen und somit zu einer Schädigung der Haarwurzel führen. Je stärker diese Schädigung ist, desto schneller kommt es zu Haarausfall. Nach der Einnahme starker Medikamente, z.B. im Rahmen einer Chemotherapie, können die Haare sehr schnell, innerhalb von zwei bis vier Wochen, ausfallen.


Eigenblut als natürliche und nebenwirkungsfreie Methode wird in verschiedenen Bereichen der Medizin unter anderem auch sehr effizient gegen Haarausfall eingesetzt, wobei man sich die Wundheilungsmechanismen zunutze macht. Das heißt, dass das Blutplasma mit seinen speziellen Faktoren auf die Stammzellen der Haut wirkt. Das Gewebe wird stimuliert, regeneriert und im Kopfbereich gespritzt, beginnen feine Kapillaren sich neu zu bilden. Diese versorgen die Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen, wodurch diese gestärkt werden und dem Haarausfall entgegenwirken.


Bei der Behandlung wird dem Patienten Blut entnommen und  zentrifugiert wodurch  spezielle Faktoren im Plasma 4 bis 6 fach konzentriert werden. Anschließend wird das angereicherte Plasma sofort mit einer sehr feinen Nadel in die Kopfhaut der betroffenen Stellen gespritzt. Bei der Therapie kann ein Lokalanästhetikum aufgetragen werden, die meisten Patienten empfinden die Behandlung allerdings als nahezu schmerzfrei. Kleinere Blutergüsse verschwinden nach einigen Tagen und man ist sofort wieder gesellschaftsfähig. Eine Therapie dauert ungefähr eine halbe Stunde. Etwa 3 Wochen nach der ersten Behandlung sieht man bereits einen zarten Flaum auf kahlen Stellen.


Nach 3 Behandlungen und 3 Monaten kann sofort eine Wirkung festgestellt werden, die sich in Haardichte, Durchmesser und Stopp des Haarausfalles zeigt. Nachwachsende Haare erscheinen sogar pigmentiert. Durch baldigen Behandlungsbeginn wird eine hohe Effizienzrate von über 60 % erreicht.


Durch Blutuntersuchung werden fehlende Mikronährstoffe ergänzt, eine begleitende Ozontherapie zur Durchblutungsförderung wird empfohlen.